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Webdesign

Handwerker-Website Checkliste: 32 praktische Prüfpunkte

29. April 20268 Min. LesezeitSalvatore Di TellaVon Salvatore Di Tella

Prüfe Angebot, Projektbilder, Kontaktformulare, mobile Bedienung und Auffindbarkeit deiner Handwerker-Website mit 32 konkreten Schritten.

Website-Checkliste auf einer Werkbank

Mit dieser Checkliste prüfst du eine bestehende Handwerker-Website oder einen Entwurf vor der Veröffentlichung. Die 32 Punkte sind praktische Prüfschritte, keine pauschale Liste gesetzlicher Pflichten und keine Garantie für zusätzliche Anfragen.

Öffne die Seite auf Smartphone und Desktop. Notiere zu jedem offenen Punkt URL, Beobachtung, zuständige Person und nächste Prüfung. Beginne mit kaputten Kontaktwegen, falschen Kontaktdaten und technischen Sperren. Danach folgen Inhalte, Bilder und weitere Verbesserungen.

Wenn die Website erst geplant wird, beginne mit dem Handwerker-Website-Ratgeber. Unser Angebot zur Umsetzung steht unter Webdesign für Handwerker.

Angebot und Einstieg

1. Leistung erkennbar

  • Geprüft

Zeigt der erste sichtbare Abschnitt, welche Arbeiten dein Betrieb übernimmt? Lass jemanden ohne Vorwissen das Angebot in einem Satz wiedergeben.

2. Region korrekt

  • Geprüft

Nennt die Seite dein tatsächliches Einsatzgebiet? Prüfe besonders alte Ortsangaben und vermeintliche Niederlassungen.

3. Kontakt auffindbar

  • Geprüft

Ist ein erreichbarer Kontaktweg ohne langes Suchen sichtbar? Teste Telefonlink und Kontaktbutton am Smartphone.

4. Nächster Schritt klar

  • Geprüft

Erklärt die Seite, was nach der Anfrage passiert? Verwende nur Rückrufzeiten und Zusagen, die dein Betrieb einhalten kann.

Leistungen und eigene Nachweise

5. Leistungen unterscheidbar

  • Geprüft

Kann ein Besucher die für ihn relevante Arbeit auswählen? Unterschiedliche Aufgaben brauchen verständliche Beschreibungen.

6. Umfang erklärt

  • Geprüft

Sind typische Arbeiten und mögliche Grenzen des Angebots beschrieben? Verzichte auf Leistungen, die dein Betrieb gar nicht übernimmt.

7. Eigene Projektbilder

  • Geprüft

Zeigen Bilder tatsächlich deine Arbeit und sind die Nutzungsrechte geklärt? Verwende keine fremden Projekte als eigene Referenz.

8. Bildbeschreibungen vorhanden

  • Geprüft

Erklärt eine kurze Beschreibung, was auf dem Projektbild zu sehen ist? Kundendaten und genaue Privatadressen nur mit passender Freigabe nennen.

9. Betrieb und Team benannt

  • Geprüft

Sind Ansprechpartner und gezeigte Personen korrekt zugeordnet? Prüfe alte Teamfotos und ausgeschiedene Mitarbeiter.

10. Aussagen belegbar

  • Geprüft

Lassen sich Zahlen, Bewertungen und Qualifikationen nachvollziehen? Fehlt der Beleg, ersetze die Behauptung durch eine konkrete Beschreibung.

Kontakt und Anfrage

11. Telefonlink richtig

  • Geprüft

Wählt ein Klick die korrekte Nummer mit Landesvorwahl? Teste den Link ohne einen echten Anruf auszulösen.

12. E-Mail-Adresse aktuell

  • Geprüft

Ist die veröffentlichte Adresse richtig geschrieben und wird das Postfach betreut?

13. Formular verständlich

  • Geprüft

Fragt das Formular die Angaben ab, die du für den ersten Kontakt brauchst? Kennzeichne Pflichtfelder deutlich.

14. Feldbeschriftung eindeutig

  • Geprüft

Bleiben Beschriftungen beim Ausfüllen sichtbar? Nutze passende Eingabetypen für E-Mail und Telefon.

15. Fehler verständlich

  • Geprüft

Erklärt eine Fehlermeldung, was zu korrigieren ist? Bereits eingegebene Daten sollten bei einem Übermittlungsfehler erhalten bleiben.

16. Erfolg tatsächlich geprüft

  • Geprüft

Erscheint die Bestätigung erst nach erfolgreicher Annahme der Anfrage? Teste Serverfehler in einer Testumgebung ohne echte Kundenkommunikation.

Mobile Bedienung und Technik

17. Kein horizontaler Überlauf

  • Geprüft

Prüfe die Seite bei schmaler Displaybreite. Texte, Tabellen, Formularfelder und Buttons müssen innerhalb des Bildschirms bleiben.

18. Navigation bedienbar

  • Geprüft

Kannst du das mobile Menü öffnen, eine Leistung auswählen und es wieder schließen?

19. Tastatur nutzbar

  • Geprüft

Erreichst du Links, Menü und Formular mit Tab? Der Fokus sollte sichtbar sein und nicht in einem Element festhängen.

20. Bilder stabil

  • Geprüft

Ist vor dem Laden der Bilder bereits Platz reserviert? Springende Inhalte können Kontaktbuttons verschieben.

21. Bilder passend ausgeliefert

  • Geprüft

Sind Fotos in angemessener Auflösung und Dateigröße eingebunden? Prüfe den tatsächlichen mobilen Eindruck, nicht nur die Desktop-Vorschau.

22. HTTPS und Weiterleitungen

  • Geprüft

Öffnen die vereinbarten Domainvarianten ohne Zertifikatsfehler das richtige Ziel? Beim Relaunch zusätzlich alte wichtige URLs prüfen.

Auffindbarkeit und Seitenstruktur

23. Wichtige Seiten indexierbar

  • Geprüft

Prüfe Statuscode, Robots-Regel und Canonical für die vorgesehenen Suchseiten. Interne Ergebnisseiten brauchen dagegen nicht automatisch eine Indexierung.

24. Titel und Beschreibung passend

  • Geprüft

Hat jede wichtige Seite einen eigenen Titel, der ihren Inhalt benennt? Die Beschreibung soll das Angebot zutreffend zusammenfassen.

25. Interne Links erreichbar

  • Geprüft

Führen Navigation und Textlinks direkt zu passenden, vorhandenen Seiten? Projektberichte und Leistungen sollten sich sinnvoll ergänzen.

26. Sitemap aktuell

  • Geprüft

Enthält die Sitemap die veröffentlichten kanonischen Suchseiten? Entferne umgeleitete, nicht vorhandene und bewusst nicht indexierbare URLs.

27. Unternehmensdaten konsistent

  • Geprüft

Stimmen Name, Anschrift, Telefon und tatsächliches Leistungsgebiet zwischen Website und Unternehmensprofil überein?

28. Strukturierte Daten wahrheitsgemäß

  • Geprüft

Entspricht das Markup dem sichtbaren Inhalt? Trage keine erfundenen Bewertungen oder Standorte ein. Markup ist keine Zusage für Sterne oder besondere Suchdarstellungen.

Rechtliche und organisatorische Prüfung

29. Impressum abgestimmt

  • Geprüft

Prüfe die für deinen Betrieb erforderlichen Angaben anhand von § 5 DDG. Rechtsform, Register, Tätigkeit und vorhandene Identifikationsnummern können relevant sein.

30. Datenschutz und Dienste erfasst

  • Geprüft

Sind Formularverarbeitung und eingebundene Dienste in den rechtlichen Informationen berücksichtigt? Benenne einen Verantwortlichen für die fachliche Prüfung.

31. Einwilligung technisch geprüft

  • Geprüft

Werden einwilligungspflichtige Dienste erst nach Zustimmung aktiviert und bei Widerruf entsprechend behandelt? Teste Ablehnen, Zustimmen und spätere Änderung.

32. Barrierefreiheit eingeordnet

  • Geprüft

Prüfe, ob deine angebotenen Leistungen unter das BFSG fallen und ob eine Ausnahme greift. Unabhängig davon gehören verständliche Texte, Beschriftungen und Tastaturbedienung zur praktischen Qualitätsprüfung.

Zwei konkrete Beispiele für die Prüfung

Bei Siebert kannst du nachvollziehen, wie Leistungsseiten und eine Galerie mit Kategorien zusammenwirken. Prüfe bei deinem Betrieb entsprechend, ob die gezeigten Bilder zur ausgewählten Leistung passen.

Bei Kautenburger führen Abschnitte von den Metallbauleistungen über Projektbeispiele zur Anfrage. Für eine solche Seite sind eine funktionierende Sprungnavigation und klare Beschriftungen besonders hilfreich.

Diese Beispiele zeigen Umsetzungsvarianten. Eine belastbare Bewertung der Anfragen benötigt zusätzliche Daten aus dem jeweiligen Betrieb.

Einordnung der rechtlichen Prüfpunkte

Die erforderlichen Anbieterinformationen richten sich nach dem konkreten Betrieb. § 5 DDG nennt unter anderem Name, Anschrift, elektronische Kontaktmöglichkeit und weitere Angaben abhängig von Rechtsform, Tätigkeit und vorhandenen Identifikationsnummern. Daraus folgt keine pauschale neue Frist für alle Websites im Dezember 2026.

Für das Speichern oder Auslesen von Informationen auf Endgeräten gilt § 25 TDDDG mit den dort geregelten Ausnahmen. Ob ein konkreter Dienst eine Einwilligung benötigt, muss anhand seiner tatsächlichen Funktionsweise geprüft werden.

Beim BFSG sind Anwendungsbereich und Ausnahmen zu unterscheiden. § 3 Absatz 3 BFSG nimmt Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen, von der dort genannten Pflicht aus. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit bietet Informationen und Beratung zur Einordnung. Die Checkliste ersetzt diese Prüfung nicht.

Was du nach dem Check tun solltest

Fasse die offenen Punkte in drei Gruppen zusammen: Kontakt und Technik, Inhalte und Nachweise, rechtliche und organisatorische Klärung. Lege eine verantwortliche Person je Aufgabe fest und prüfe nach der Änderung denselben Schritt erneut.

Für größere Änderungen hilft der Website-Kosten-Ratgeber beim Vergleich von Angeboten. Über die Kontaktseite kannst du uns deine Website und die wichtigsten offenen Punkte schicken.

Häufige Fragen

Wie nutze ich die Website-Checkliste?

Gehe die 32 Punkte auf Smartphone und Desktop durch. Notiere pro Fehler die betroffene Seite, die verantwortliche Person und den nächsten Prüfschritt. Kontaktfehler und technische Sperren haben zuerst Priorität.

Garantiert eine geprüfte Website mehr Anfragen?

Nein. Die Checkliste hilft, Inhalte und Bedienung zu prüfen. Nachfrage, Wettbewerb, Sichtbarkeit und dein Angebot bestimmen mit, ob daraus passende Anfragen entstehen.

Muss jede Handwerker-Website unter das BFSG fallen?

Der Anwendungsbereich hängt von den angebotenen Produkten und Dienstleistungen ab. Für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen, sieht § 3 Absatz 3 BFSG eine Ausnahme vor. Eine individuelle Prüfung ist nötig.

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Salvatore Di Tella

Über den Autor

Salvatore Di Tella

Gründer & Geschäftsführer, ditella.de

Salvatore Di Tella betreut Google-Ads-Kampagnen und Website-Projekte für Handwerksbetriebe und KMU in Saarland und Rheinland-Pfalz. Sein Fokus liegt auf messbaren Ergebnissen: mehr Anfragen, weniger Streuverlust, besserer ROAS.

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