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Webdesign

Handwerker-Website Checkliste 2026: Die 32 Punkte die deine Anfragen verdoppeln

29. April 202611 Min. LesezeitSalvatore Di TellaVon Salvatore Di Tella

32 Pflicht-Punkte für deine Handwerker-Website 2026: BFSG-Pflicht, W-IdNr ab Dezember, 3-Felder-Formular und Schema-Markup. Mit Saarland-Praxis.

Tablet auf Handwerker-Werkbank zeigt Website-Checkliste, daneben Notizblock mit Häkchen

Drei Felder im Formular schlagen sieben — 50% mehr Anfragen, gleicher Traffic. (HubSpot, 2024) Das ist keine Theorie. Das ist eine Auswertung über mehr als 40.000 Landingpages — und es ist nur einer von 32 Punkten, die deine Handwerker-Website 2026 erfüllen sollte.

Die meisten Websites schaffen 11 davon. Das hat 2020 noch gereicht. 2026 nicht mehr. Seit dem 28. Juni 2025 greift das BFSG für viele Betriebe als Pflicht. Ab dem 1. Dezember 2026 kommt die Wirtschafts-Identifikationsnummer ins Impressum. Und die Klick-Hebel haben sich auch verschoben: Click-to-Call konvertiert 4× besser als Web-Formulare.

Diese Checkliste zeigt dir jeden Punkt — Recht und Pflicht zuerst, dann die Conversion-Hebel. Wer den Überblick zuerst will, liest den Handwerker-Website 2026 — Der komplette Guide.


TL;DR: Eine Handwerker-Website 2026 braucht mehr als ein Logo und eine Telefonnummer. Drei Felder im Formular bringen 50% mehr Anfragen als sieben (HubSpot, 2024). Click-to-Call konvertiert 4× besser als Web-Formulare (Invoca, 2025). Und seit dem 28. Juni 2025 ist Barrierefreiheit nach BFSG für viele Betriebe Pflicht — die meisten wissen das nicht. Hier sind 32 Punkte, die deine Website 2026 erfüllen muss.


Above the Fold — was Besucher in den ersten 3 Sekunden sehen müssen (Punkte 1–5)

Klickbare Telefonnummern als tel:-Link konvertieren 4× besser als reine Web-Formulare; 37% der eingehenden Telefon-Leads werden im Gespräch zu Aufträgen. (Invoca Call Conversion Benchmarks 2025) Was Besucher beim Aufruf zuerst sehen, entscheidet, ob sie anrufen oder weiterklicken.

Über 60% deiner Besucher kommen vom Smartphone. Wer auf dem kleinen Display nicht sofort die Telefonnummer findet, ruft auch nicht an. Stattdessen scrollt er weiter, vergleicht und ist drei Minuten später beim Wettbewerber.

1. H1 mit Leistung und Region

"Sanitär-Notdienst Saarbrücken" funktioniert. "Willkommen bei Müller GmbH" funktioniert nicht. Google liest die H1 als wichtigstes Ranking-Signal — und Besucher überfliegen die erste Überschrift in unter zwei Sekunden. Pack rein, was du machst und wo du es machst.

2. Klickbare Telefonnummer als tel:-Link

Die Nummer muss als <a href="tel:+4968112345"> eingebunden sein, mindestens 48 Pixel hoch sein und sichtbar im sticky Header sitzen. Auf dem Handy ein Tap, ein Anruf — fertig. Nicht als Bild, nicht als Plain-Text.

3. Sticky Mobile-Bar mit Anrufen und WhatsApp

Eine fixierte Leiste am unteren Bildschirmrand mit zwei Buttons: Anrufen und WhatsApp. Ständig sichtbar, beim Scrollen mitlaufend. Klingt nach Detail. Ist der größte Hebel auf dem Handy.

4. USP-Subline in 8 Wörtern

"Notdienst in 30 Minuten — Saarbrücken und Umgebung" ist konkret. "Ihr zuverlässiger Partner seit 1985" ist Floskel. Schreib hin, was dich vom Wettbewerb unterscheidet — Reaktionszeit, Notdienst-Garantie oder Festpreis-Zusage.

5. Echtes Foto vom Inhaber oder Team

Stockfotos riechen jeder. Ein Bild von dir mit deinem Werkzeug oder dem Team vor dem Firmenwagen baut in zwei Sekunden Vertrauen auf. 3D-Renderings und KI-Bilder sind 2026 sofort erkennbar — und wirken negativ.

Beobachtung aus dem Saarland: Von 50 zufällig geprüften Handwerker-Websites in Saarbrücken hatten nur 14 eine sticky Mobile-Bar. 36 verschenken damit Anrufe — jeden Tag.

Click-to-Call-Anfragen konvertieren 4-mal höher als reine Web-Formulare (Invoca 2025). Wer auf dem Handy die Telefonnummer einmal antippt, ist schon näher am Auftrag als zehn Formularbesucher.


Leistungen und Services — eigene Seite je Gewerk und Region (Punkte 6–9)

Echte Projektfotos statt Stockfotos erhöhen die Conversion-Rate um durchschnittlich 35%. (MarketingExperiments A/B-Test) Eine einzelne Seite "Unsere Leistungen" mit Aufzählung reicht nicht — weder für Google noch für den Besucher, der seine konkrete Frage beantwortet haben will.

6. Eine Landingpage je Hauptleistung

"Heizungsinstallation", "Badsanierung", "Solarthermie" — jede Leistung bekommt ihre eigene URL mit eigener H1, eigenem Text und eigenen Bildern. Das ist kein Mehraufwand, das ist die Basis für SEO und Google Ads.

7. Standort-Seiten für jedes Einsatzgebiet

Saarbrücken, Saarlouis, Völklingen, Homburg, Neunkirchen — jede Stadt im Einzugsgebiet bekommt eine eigene Unterseite. Der Text muss echt unterschiedlich sein. Copy-Paste mit ausgetauschtem Stadtnamen rankt nicht; Google sieht das sofort.

8. FAQ-Block je Leistung

4–6 Fragen pro Leistungsseite, die der Kunde sich tatsächlich stellt. "Was kostet eine neue Heizung?" "Wie lange dauert eine Badsanierung?" "Bekomme ich Förderung über die BAFA?" Mit FAQPage-Schema rendert Google diese Fragen direkt im Suchergebnis.

9. Bilder pro Leistung

Vorher-Nachher, Detailaufnahmen, Mitarbeiter bei der Arbeit. Keine generischen Stock-Bilder von Heizungen aus dem Katalog. Eigene Fotos signalisieren: Die Leute können das wirklich.

Den Unterschied zwischen Landingpage, One-Pager und Website erklärt der Pillar-Artikel im Detail — inklusive der Frage, welche Variante für welche Betriebsgröße passt.


Trust und Referenzen — warum 88% einer Bewertung wie einer Empfehlung vertrauen (Punkte 10–14)

88% der Konsumenten vertrauen Online-Bewertungen genauso wie persönlichen Empfehlungen; 86% werden durch ein Sterne-Rating zum Auftrag motiviert. (Genesys Growth Social-Proof-Report 2026) Vertrauen entsteht nicht durch deine Beteuerungen — es entsteht durch das, was andere über dich sagen.

10. Google-Bewertungen-Widget mit Live-Sternen

Auf der Startseite, direkt sichtbar, mit aktueller Sternzahl und Anzahl. Nicht statisch eingebettet, sondern live aus deinem Profil. Wer vier Sterne bei 87 Bewertungen sieht, traut dir mehr als fünf Sterne bei drei.

11. Vorher-Nachher-Galerie mit echten Projekten

Drei bis sechs Projekte, jeweils mit kurzer Beschreibung: Was war das Problem, was hast du gemacht, wie lange hat es gedauert. Bilder allein wirken weniger als Bilder mit Kontext. Die Beschreibung muss kein Roman sein — drei Sätze reichen.

12. Meisterbrief und HWK-Mitgliedschaft sichtbar

Logo der Handwerkskammer, Meisterbrief-Hinweis, Innungsmitgliedschaft. Bei manchen Gewerken zusätzlich gesetzlich relevant. Bei allen zumindest ein Vertrauenssignal.

13. Hersteller-Zertifikate

Viessmann-Partner, e-Check-zertifiziert, ZVSHK-Mitglied, Bosch-Servicepartner. Logos in einer dezenten Leiste. Wer sich mit der Branche auskennt, erkennt sie sofort. Wer nicht, sieht zumindest: Da ist mehr als nur Eigenwerbung.

14. Team-Seite mit Klarnamen und Fotos

Wer Handwerker ins Haus holt, will wissen, wen er reinholt. Foto, Name, Position, gerne ein Satz zur Spezialisierung. "Stefan Müller, Meister Sanitär, seit 12 Jahren im Betrieb" schlägt jede Stockfoto-Galerie.

Trust-Badges erhöhen die Conversion durchschnittlich um 12,6%. Video-Testimonials erreichen sogar +80%. (SmartBug Media 2025) Das heißt nicht, dass du Hollywood-Produktionen brauchst. Ein 30-Sekunden-Handyvideo eines zufriedenen Kunden vor seinem neuen Bad wirkt mehr als jeder Werbetext.

Wie du systematisch mehr Bewertungen bekommst, zeigt der Artikel Mehr Google Bewertungen sammeln als Handwerker.


Kontakt und Anfrage — drei Felder schlagen sieben (Punkte 15–19)

Die Reduktion von 4 auf 3 Formularfeldern steigert die Conversion-Rate um durchschnittlich 50%. Jedes zusätzliche Feld senkt die Conversion um 4,1%. (HubSpot Formularfeld-Studie, n=40.000+ Landingpages) Das ist die mit Abstand günstigste Maßnahme dieser Liste — es kostet nichts, ein paar Felder zu löschen.

15. Maximal 3–5 Felder im Formular

Name, Telefon oder E-Mail, kurze Beschreibung. Mehr nicht. Adresse, Anrede, Postleitzahl, "Wie hast du von uns gehört" — alles das kannst du im Telefonat abfragen. Im Formular kostet jedes Feld Anfragen.

16. WhatsApp-Business-Link mit vorbefüllter Nachricht

Ein Klick, Chat öffnet sich, Begrüßung steht schon drin. Niedrigste Hürde, die du anbieten kannst.

https://wa.me/491701234567?text=Hallo%2C%20ich%20habe%20eine%20Anfrage%20zu%20...

17. Rückrufservice-Option als Checkbox

"Bitte rufen Sie mich zurück" als Checkbox unter dem Formular. Wer das auswählt, will keinen Mailwechsel — er will, dass du anrufst. Diese Anfragen konvertieren überdurchschnittlich.

18. Bilder-Upload möglich

Ein verstopftes Abflussrohr, ein durchnässter Dachstuhl, ein Riss im Putz — ein Foto erklärt mehr als drei Sätze. Erlaube den Upload direkt im Formular, idealerweise mehrere Bilder, idealerweise auch vom Handy.

19. Erreichbarkeitszeiten und Notdienst-Hinweis im Header

"Mo–Fr 7–18 Uhr • Notdienst 24/7" oder "Heute erreichbar bis 18 Uhr". Wer um 19:30 Uhr auf der Seite landet und keinen Hinweis findet, ruft am nächsten Tag auch nicht an.

Conversion-Lift bei Reduktion von Formularfeldern Ausgangsbasis: 7 Felder = 100% 7 Felder (Basis) +0% 6 Felder +4% 5 Felder +9% 4 Felder +30% 3 Felder +50% Quelle: HubSpot Formularfeld-Studie über 40.000+ Landingpages (2024) Werte gerundet, Median-Werte je Stufe
Conversion-Lift bei Reduktion der Formularfelder. Quelle: HubSpot, 2024.

Drei Felder. Mehr brauchst du nicht. Den Rest klärst du im Telefonat — wo du sowieso besser bist als auf einem Formular.


Mobile und Performance — 0,1 Sekunden = 8% mehr Anfragen (Punkte 20–23)

0,1 Sekunden schnellere Ladezeit erhöhen die Conversion-Rate um 8,4% und die Form-Submission-Rate um 21,6%. (Deloitte / Google "Milliseconds make Millions") Speed ist kein Tech-Thema. Speed ist direkter Umsatz.

20. Core Web Vitals einhalten

LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1. Diese drei Werte misst Google offiziell — und sie fließen ins Ranking ein. Teste auf pagespeed.web.dev mit deiner eigenen Domain. Ein Score unter 70 ist 2026 nicht mehr akzeptabel.

21. Touch-Targets mindestens 48×48 Pixel

Mit mindestens 8 Pixel Abstand zwischen den Elementen. Material Design schreibt das vor, WCAG 2.5.5 fordert es im Grundsatz auch (web.dev). Wer mit dem Daumen drei Mal danebentippt, klickt weg.

22. Bilder als WebP, lazy-loaded, Hero unter 100kb

WebP statt JPG spart durchschnittlich 30% Dateigröße bei gleicher Qualität. Lazy Loading lädt Bilder erst, wenn sie in den Viewport scrollen. Das Hero-Bild (oben sichtbar) sollte unter 100 KB liegen — sonst sieht der Besucher 1,5 Sekunden lang einen weißen Bildschirm.

23. Hosting auf deutschem Server

DSGVO-Konformität läuft sauberer mit deutschem Hosting, und die Latenz ist niedriger. Saarbrücken zu einem Server in Frankfurt sind 8 Millisekunden — zu einem Server in Virginia 100+. Auf jedem einzelnen Request.

Conversion-Rate vs. Ladezeit Relative Conversion in % je Ladezeit-Stufe (1,0s = Basis 100%) 100% 85% 70% 55% 40% 1,0s 100% 1,5s 94% 2,0s 87% 2,5s 79% 3,0s 71% 4,0s 60% 5,0s 52% Quelle: Deloitte / Google "Milliseconds make Millions" 2024 Mobile Conversion, Branchen-Durchschnitt
Conversion-Rate fällt mit jeder zusätzlichen Sekunde Ladezeit. Quelle: Deloitte / Google, 2024.

Wie du Core Web Vitals technisch optimierst, beschreibt das Mobile-Kapitel im Pillar. Wer nicht selbst Hand anlegen will, beauftragt das im Rahmen einer professionelle Handwerker-Website.


SEO und Sichtbarkeit — Schema-Markup als Klick-Verdoppler (Punkte 24–27)

Websites mit Schema-Markup verzeichnen +40% Klickrate; Rich Results bekommen 58% der Klicks gegenüber 41% bei Standard-Snippets. (BrightLocal Schema-Templates 2025) Schema ist nicht mehr nur "Nice-to-have". Es ist das, was deinen Eintrag im Suchergebnis aus der Masse hebt.

24. LocalBusiness-Schema mit openingHours, areaServed, aggregateRating

Statt nur LocalBusiness nimm den spezifischen Subtyp deines Gewerks: Plumber, Electrician, RoofingContractor, HousePainter. Pflichtfelder sind name, address, telephone, openingHours. Optional, aber wertvoll: areaServed (Liste deiner Einsatzorte) und aggregateRating.

{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "Plumber",
  "name": "Mustermann SHK Saarbrücken",
  "address": {
    "@type": "PostalAddress",
    "streetAddress": "Beispielstraße 1",
    "postalCode": "66111",
    "addressLocality": "Saarbrücken"
  },
  "areaServed": ["Saarbrücken", "Völklingen", "Saarlouis"],
  "openingHours": "Mo-Fr 07:00-18:00",
  "telephone": "+49-681-1234567"
}

25. FAQPage-Schema auf jeder Leistungsseite

Wenn du bei Punkt 8 schon FAQ-Blöcke pro Leistung hast, mach daraus FAQPage-Schema. Google rendert dann die Fragen direkt im Suchergebnis als ausklappbare Liste. Das frisst dem Besucher zwar die Klickintention — aber er sieht deine Marke, und er sieht sie weiter oben.

26. Google Business Profile verknüpft, NAP-Konsistenz

Name, Adresse, Telefonnummer (NAP) müssen auf Website, Google Business Profile, Branchenbüchern und Social Profiles exakt identisch sein. "Str." vs. "Straße" reicht für Google, um zwei Einträge als getrennte Betriebe zu werten. Pflege das mit System.

27. Eigene Title- und Meta-Description je Seite

Jede einzelne Seite — Startseite, jede Leistungsseite, jede Standortseite — bekommt einen eigenen Title (50–60 Zeichen) und eine eigene Meta-Description (150–160 Zeichen). Mit Leistung und Ort. Nicht automatisch generiert, sondern handgeschrieben. Das ist Fleißarbeit. Sie zahlt sich aus.

Welche LocalBusiness-Typen für welches Gewerk passen, listet die Google-Dokumentation. Wie du parallel dein Google Unternehmensprofil optimal einrichten, zeigt der separate Artikel.


Recht und DSGVO — was 2026 wirklich Pflicht ist (Punkte 28–32)

Seit dem 28. Juni 2025 fordert das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für viele Betriebe die Einhaltung von WCAG 2.1 AA. Bußgelder können bis zu 100.000€ erreichen. (BFSG Bundesgesetzblatt) Das ist der wichtigste Abschnitt dieser Liste — weil hier nicht nur Conversion-Punkte verloren gehen, sondern Geld an Anwälte und Behörden.

28. Impressum nach § 5 DDG

Das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) hat im Mai 2024 das TMG abgelöst. Die Anforderungen sind im Kern gleich, der Paragraph hat sich geändert. Pflichtangaben:

  • Vollständiger Name des Betriebs und der Geschäftsführung
  • Anschrift (kein Postfach)
  • Telefon und E-Mail
  • HWK-Eintragung mit Bundesland und Verzeichnisnummer
  • USt-ID (sofern vorhanden)
  • Aufsichtsbehörde bei zulassungspflichtigen Gewerken

Ab 1. Dezember 2026: Die Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr) wird Pflichtangabe. Sie ergänzt die USt-ID, sie ersetzt sie nicht. Jeder Betrieb bekommt sie automatisch zugeteilt — du musst sie aber im Impressum angeben.

29. Datenschutzerklärung mit vollständiger Tool-Liste

Jedes Tool, das Daten verarbeitet, muss einzeln aufgeführt sein: Google Maps, Google Analytics, Google Fonts (besser selbst hosten), Meta-Pixel, Tracking-Tools, Hoster, Newsletter-System. Mit Zweck, Rechtsgrundlage und Speicherdauer. Generatoren wie e-recht24.de oder datenschutz-generator.de geben dir die Vorlage.

30. Cookie-Banner nach TDDDG

Vor jedem Tracking braucht es eine ausdrückliche Einwilligung. Opt-in, nicht Opt-out. Der "Ablehnen"-Button muss gleichwertig prominent sein wie "Akzeptieren". Versteckte Ablehnen-Optionen oder voreingestellte Häkchen sind seit 2023 abmahnfähig — und 2026 ist die Abmahnpraxis ausgeprägt.

31. SSL/HTTPS

Keine Diskussion. Keine Variante. Jede Website 2026 läuft auf HTTPS. Browser markieren HTTP-Seiten als "Nicht sicher", Google rankt sie ab, Besucher klicken weg. Let's Encrypt liefert das Zertifikat kostenlos.

32. BFSG-Konformität seit 28. Juni 2025

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz greift für:

  • Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitenden oder mehr als 2 Mio. € Jahresumsatz
  • B2C-Onlineshops unabhängig von der Größe
  • Buchungs- und Anfragesysteme im Verbrauchergeschäft

Konkret heißt das: WCAG 2.1 AA. Das umfasst unter anderem:

  • Kontrastverhältnis mindestens 4.5:1 für normalen Text
  • Touch-Targets mindestens 48×48 Pixel (siehe Punkt 21)
  • Alt-Texte auf allen aussagekräftigen Bildern
  • Vollständige Tastaturbedienbarkeit
  • Klare Fokus-Indikatoren
  • Strukturierte Überschriften (H1 → H2 → H3)

Bußgelder bei Verstoß: bis 100.000€. In Praxis kommen vor allem Abmahnungen von Verbänden — das wird die nächsten Monate stark zunehmen.

Seit dem 28. Juni 2025 müssen Handwerker-Websites in vielen Konstellationen WCAG 2.1 AA erfüllen. Die meisten Betriebe wissen nicht, dass das auch für sie gilt — und kein einziger Konkurrenz-Artikel erwähnt es bisher konkret.

Bei Unsicherheit zur BFSG-Pflicht: Anwalt für IT-Recht oder die HWK Saarland kontaktieren. Beide Wege kosten 200–500€ und schützen vor mehrstelligen Bußgeldern.


Conversion-Booster — was die Top 5% anders machen

Wer 25 von 32 Punkten erfüllt, gehört zu den oberen 10%. Wer noch ein paar dieser Conversion-Booster draufsetzt, landet bei den Top 5% — und holt sich Anfragen, an denen die Konkurrenz vorbei läuft. Diese Punkte sind nicht in den 32 enthalten. Sie sind Bonus on top.

Live-Hinweis "Heute erreichbar bis 18 Uhr"

Dynamischer Hinweis auf Erreichbarkeit. Wer um 16 Uhr auf der Seite landet, sieht: "Heute noch erreichbar bis 18 Uhr — jetzt anrufen". Wer um 22 Uhr landet, sieht: "Wir sind morgen ab 7 Uhr wieder da. Notdienst: 0681…". Das nimmt Hemmschwelle.

Live-Counter "23 Anfragen diese Woche"

Sozialer Beweis in Echtzeit. Setzt voraus, dass es ehrlich ist — gefakte Counter sind sofort erkennbar und schaden mehr als sie nutzen.

Mini-Wizard statt Formular

Drei Klicks, drei Fragen, fertig. "Was brauchst du?" → "Wo bist du?" → "Wie erreichen wir dich?" Statt einem Formular mit allen Feldern auf einmal eine geführte Mini-Strecke.

Dankeseite mit Erwartungsmanagement

"Wir melden uns binnen 2 Stunden, Mo–Fr 7–18 Uhr." Konkret, mit Zeitfenster. Wer weiß, wann er Antwort bekommt, ist entspannter — und ruft nicht doch noch beim Wettbewerb an.

Bei einem Kunden in Völklingen hat der Mini-Wizard die Anfragen über die Website in 8 Wochen um 67% gesteigert — gleiche Werbeausgaben, gleicher Traffic. Was vorher ein 6-Felder-Formular war, ist jetzt eine geführte 3-Klick-Strecke. Mehr nicht.

Wenn du wissen willst, was eine solche Optimierung kostet, lies Was eine Handwerker-Website im Saarland kostet.


Häufige Fragen zur Handwerker-Website Checkliste

Was muss eine Handwerker-Website 2026 mindestens haben?

32 Punkte gruppiert in 8 Bereiche: Above the Fold (Telefonnummer als tel:-Link, H1 mit Leistung und Region), Leistungen, Trust, Kontakt (max. 3-5 Felder), Mobile, SEO, Recht (Impressum nach § 5 DDG, BFSG-Konformität, ab Dezember 2026 W-IdNr) und Conversion-Booster.

Welche Pflichtangaben gehören ins Impressum?

Nach § 5 DDG: Name, Anschrift, Telefon, E-Mail, HWK-Eintragung. Ab 1. Dezember 2026 zusätzlich die Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr) — sie ergänzt die USt-ID, ersetzt sie nicht.

Brauche ich einen Cookie-Banner als Handwerker?

Ja, sobald deine Website Google Maps, Analytics, externe Schriftarten oder Tracking-Pixel einbindet. Der Banner muss nach TDDDG vor jedem Tracking eine ausdrückliche Einwilligung einholen — Opt-in, nicht Opt-out, mit gleichwertiger Ablehnen-Schaltfläche.

Muss meine Handwerker-Website barrierefrei sein?

Seit dem 28. Juni 2025 fordert das BFSG für Betriebe mit mehr als 10 Mitarbeitenden oder über 2 Mio. € Jahresumsatz Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA. B2C-Onlineshops sind unabhängig von der Größe betroffen. Bußgelder bis 100.000€ sind möglich.

Welches Schema-Markup brauche ich als Handwerker?

LocalBusiness oder ein spezifischerer Subtyp (Plumber, Electrician, RoofingContractor) mit openingHours, areaServed und aggregateRating. Auf Leistungsseiten zusätzlich FAQPage und BreadcrumbList für die Navigation. Schema-Markup steigert die Klickrate in Suchergebnissen durchschnittlich um 40% (BrightLocal 2025).


Fazit: 32 Punkte, drei Hebel, ein Ergebnis

Drei Sachen zum Mitnehmen:

  1. 32 Punkte klingen viel — der durchschnittliche Saarland-Handwerker erfüllt 11. Wer auf 25+ kommt, gehört zu den Top 5%. Das ist kein Aufwand für Monate. Das ist eine Liste, die du in zwei Wochen abarbeiten kannst.
  2. BFSG und W-IdNr sind keine Theorie. Beide werden 2026 abgemahnt. Das BFSG seit Juni 2025, die W-IdNr ab Dezember 2026. Wer die Frist verschläft, zahlt.
  3. Click-to-Call und 3-Felder-Formular sind die schnellsten Hebel — 4× und +50% Conversion ohne neue Werbung, ohne neue Reichweite, ohne neuen Aufwand außer einer Stunde Arbeit.

Quick-Start: Diese Checkliste durchgehen, eigene Website Punkt für Punkt prüfen, Lücken in einer Notiz oder im Ticket-Tool dokumentieren. Erst Recht, dann Conversion-Hebel.

Du willst die 32 Punkte umgesetzt haben — ohne dich selbst durchwühlen zu müssen? Sag uns Bescheid, wir schauen drauf. Den Überblick zur gesamten Website-Strategie gibt der Pillar-Artikel.

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Salvatore Di Tella

Über den Autor

Salvatore Di Tella

Gründer & Geschäftsführer, ditella.de

Salvatore Di Tella betreut seit über 10 Jahren Google-Ads-Kampagnen und Website-Projekte für Handwerksbetriebe und KMU in Saarland und Rheinland-Pfalz. Sein Fokus liegt auf messbaren Ergebnissen: mehr Anfragen, weniger Streuverlust, besserer ROAS.

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